2008-10-18 Samstag
Ich sitze um halb sieben in der Früh in Gladys Hof, vor mir rechts Papayabäume, Bananenstauden und Orangenbäume, worauf die Sonne scheint und viele Vögel ein Morgenkonzert veranstalten. Hinter mir aus dem Haus Kirchenmusik, vom Ort Discomusik, dazwischen kräht der Hahn, Salomey, das Hausmädchen beseitigt die Gehspuren im roten Schotter wie jeden Tag. Soeben kommt eine junge Frau mit einem großen Tablett am Kopf und abgepackte Tomaten, um diese zu verkaufen. Ich plane den Tag, damit ich alles noch vor meiner Abreise unterbringen kann.
Wir fahren nach Aburi, in das Holzschnitzerdorf, um alle bestellten Sachen abzuholen und nun endgültig über die Preise zu verhandeln. Durch die Währungsreform – minus 4 Stellen (1 GC war vorher 10000 c) ist alle viel teurer geworden. 20 000 cedis werden nicht zu 2 GC, sondern gleich 4 – 5 GC. Wir kaufen Masken, Akwabaa – Figuren in allen Größen und endlich einmal die Unity – Tischbeine, die aus einem Stück Holz geschnitzt sind. Man kann eine Glasplatte oder ein Tablett darauf legen und die es mit 3, 5 und 6 Köpfen gibt. Nach Stunden sind wir fertig und verstauen alles in ein Taxi, das uns wieder nach 20 Minuten nach Akropong bringt. Heute ist ein Feiertag vor allem für die Jugend. Das ganze Dorf ist eine einzige Discohölle, überall riesige Lautsprecher. Die Straße wird abgesperrt und wir müssen einen Umweg machen, um zu unserem Haus zu kommen. Monika, eine Österreicherin, die in Kumasi ein Spital aufgebaut hat, ist auf dem Weg zu uns und wird zwei Tage bleiben. Auch sie bleibt im Stau stecken und kämpft sich dann mutig durch die Menge. Wir beschließen den Abend mit einem langen Tratsch draußen in der nun kühlen Luft von Akropong.
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